Der Markenname Buffalo bezieht sich auf die gleichnamige amerikanische Bisonart, die allgemein auch als ‘Indianerbüffel’ bezeichnet wird. Dieser Büffel ist in Nordamerika weit verbreitet.
‘Buffalo’ wird gerne als Markenname verwendet, bewirkt er doch beim Kunden Assoziationen mit Urstärke und ungebändigter Kraft, mit Wildnis und unberührter Natur. Die Kraft des Büffels muss für viele Produkte herhalten, so z.B. für den gleichnamigen Energy Drink, für Fahrräder und Motorräder, für Hard Rock Musik und vieles andere.

Der Name Buffalo wird synonym für den Wilden Westen und das freie Cowboyleben gebraucht. Es vermischt sich dabei aber einerseits die Vorstellung der Urwüchsigkeit und Stärke der Tiere mit den romantischen Vorstellungen des Abenteuerlebens der Cowboys und Indianer, die Büffelherden hielten und jagdten.
Die Kraft der Assoziation
Die Kraft der Büffel und das Können und sportliche Geschick der menschlichen Jäger und Hüter der Herden werden also gleichermaßen mit dem Namen Buffalo verbunden. Dass Fahrräder und Motorroller diesen Markennamen tragen, liegt auf der Hand, sie sollen für die Pferde stehen, die bei der Jagd auf die mächtigen Urtiere den Cowboys und Indianer gute Dienste leisteten.
Mit Westernboots ging alles los!
In Deutschland hat sich vor allem die Schuhmarke Buffalo mit diesem Namen etabliert. Ihre Erfolgsgeschichte begann Ende der 70er Jahre mit dem Vertrieb von Cowboystiefeln. Der Gründer des Unternehmens Michael Conradi wollte mit seiner Firma lediglich Westernstiefel aus den USA importieren, er gab seiner Firma dazu den Namen Buffalo und verpasste ihr das verschnörkelte Logo.
Zu Beginn der 80er Jahre brachte das Unternehmen den Buffalo Boot heraus, dies war ein flacher turnschuhähnlicher Stiefel, der in Deutschland ein echter Verkaufsschlager wurde. Dieser Schuh wurde noch in erster Linie von Männern getragen. Typisch waren seine sehr langen Schnürsenkel, die man damals ganz trendy um den hohen Schaft der weißen Boots mit rotem Emblem wickelte.
Modetrends
In dieser Zeit trugen vor allem die sogenannten Popper, also sehr modebewusste besonders gepflegte und gestylte junge Menschen die Buffalo Cowboystiefel. Anschließend interessierte sich auch die Damenwelt für diese Schuhmarke. 1984 begann die Erfolgsgeschichte der Buffalo Boots GmbH auch außerhalb Deutschlands. Die Produkte verkauften sich in den USA, in England, Frankreich, Österreich, den Niederlanden und in Australien.
In den 90er Jahren erweiterte die Firma ihr bislang schon sehr erfolgreiches Sortiment um die Neukreation Plateau-Turnschuhe. Plateau-Schuhe waren ja schon aus den turbulenten 70er Jahren bekannt, aber Turnschuhe mit dicken hohen Sohlen waren absolut neu und ungewöhnlich, sie wurden zum Saisonhit. Eine sehr bekannte amerikanische Girl-Group dieser Zeit, die Spice-Girls, machten die Plateau-Turnschuhe weltweit zum Modegag. Ein Dauerbrenner sind diese Schuhe heute immer noch in der Techno-Szene.
Die bekanntesten Trendschuhe der Marke Buffalo unterteilen sich in folgende Styles:
- die Classics, dies sind Plateaus mit Wolkensohle, die Sohle hat das Buffalo-typische Muster an der Seite und unten.
- der Tower, ein Plateauschuh mit seitlich glatter Sohle in extremer Höhe von 5–50 cm.
- der Skater, dieser bezeichnet verschiedene Formen von Skateschuhen, ähnlich den Modellen der Marke Osiris.
- der Sneaker, ein flacher bequemer sportlicher Schuh für den Alltag.
- der Plateaustiefel.
Daneben verfügt die Firma Buffalo über etliche andere Modelle z.B. Pumps, Peep-toes, Ankle-boots oder Sandalen.